Meißner Kanzleisprache

Die heutige deutsche Hochsprache hat ihre Wurzeln in der sog. Meißner Kanzleisprache, derer sich Dr. Martin Luther bediente, als er die Heilige Schrift ins Deutsche übersetzte. Die Bibel in deutscher Sprache stellte sich als ein Verkaufsschlager heraus und so trat die Meißner Kanzleisprache ihren Siegeszug durch beinahe alle deutschen Lande an.

Nachfolgend finden Sie einige Fotos und weitere Informationen.

Für weiterführende Entdeckungsreisen bietet sich die Straße der deutschen Sprache an, die als Themenstraße entlang sprachgeschichtlich bedeutsamer Orte durch Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Nordbayern führt. Diese kann mit der kostenlosen Routenplaner-App DREAMANGO erschlossen werden.

Das Hochstift Meißen ist Mitglied in der Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache "Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e.V." und leistet für die Stadt Meißen die Mitarbeit als Station der "Straße der deutschen Sprache".

Das Hochstift Meißen wurde 968 gegründet und ist somit älteste Institution in Sachsen. In seinem Archiv befinden sich zahlreiche Schätze, die die Bedeutung der Meißner Kanzleisprache zeigen.

Im Dom-Museum gibt es interaktive, animierte Elemente, in denen kleine und große Besucher ihre Kenntnisse alter Schriften testen und erweitern können. An einem Schreibpult kann das Siegel ausprobiert werden. Natürlich dürfen Vitrinen mit klassischen Exponaten wie Urkunden oder Notenschriften nicht fehlen.